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Tierpension oder Hundesitter: was dein Hund wirklich braucht

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be CloserPriya Nair 9 Min. Lesezeit

Eine Pension passt zu geselligen, anpassungsfähigen, gesunden Hunden, die andere Hunde mögen und mit Lärm und Neuem zurechtkommen. Ein Sitter in der eigenen Wohnung passt zu ängstlichen Hunden, alten Hunden, Hunden mit Medikamenten und Hunden, die stark an ihrer Routine hängen. Was ihr auch wählt, macht vorher einen Probelauf, bevor die Reise zählt.

Eine Woche vor ihrer Hochzeitsreise stand meine Nachbarin in der Küche und weinte wegen eines Spaniels. Nicht wegen der Flüge, nicht wegen der Sitzordnung. Wegen der Frage, ob der Hund denken würde, er sei abgeschoben worden.

Ich fand diese Reaktion nie albern. Für viele Familien ist der Hund das Mitglied, dem man nichts erklären kann, das man nicht am Telefon beruhigen und hinterher nicht fragen kann, wie es war. Jede Entscheidung, die ihr trefft, ist eine Vermutung an seiner Stelle.

Statt eine Option zum Sieger zu erklären, geht dieser Text durch, was jede Lösung von einem Hund verlangt, wie du herausfindest, was deiner geben kann, und wie ihr alles so aufsetzt, dass ihr im Urlaub nicht ständig die Foto App aktualisiert.

Die drei echten Möglichkeiten

Man sagt Pension oder Sitter, als gäbe es zwei Wege. In der Praxis sind es drei, und die mittlere Variante wird am häufigsten übersehen.

  • Tierpension. Eine eingerichtete Anlage mit Zwingern oder Zimmern, festen Fütterungs und Auslaufzeiten, Personal vor Ort und anderen Hunden in der Nähe. Planbar, gewerblich erlaubnispflichtig, meist am günstigsten pro Nacht.
  • Betreuung im Privathaushalt. Dein Hund lebt im Haushalt einer anderen Familie mit, oft mit ein bis zwei weiteren Hunden. Häusliche Umgebung, mehr Zuwendung, wenige Plätze, also früh buchen.
  • Sitter bei dir zu Hause. Jemand wohnt in deiner Wohnung oder kommt mehrmals täglich vorbei. Für den Hund ändert sich nichts außer der Person. Meist am teuersten, dafür ist die Wohnung gleich mit betreut.

Es gibt eine vierte Variante, auf die sich viele still verlassen: Freunde oder Verwandte. Das kann wunderbar sein und geht häufiger schief als bezahlte Lösungen, aus einem einzigen Grund. Niemand möchte Freunde an einem Standard messen, also fällt die Runde aus, das Medikament kommt spät, und gesagt wird nichts. Wenn ihr diesen Weg geht, sei genauso konkret wie mit einer fremden Person, die du bezahlst.

Ein Hinweis, der bei uns dazugehört: Wer gewerblich Hunde betreut, braucht eine Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz. Danach zu fragen ist keine Unhöflichkeit, sondern normale Sorgfalt, und seriöse Anbieter zeigen sie ohne Zögern.

Fang beim Hund an, nicht beim Prospekt

Sei ehrlich über das Tier, das du hast, nicht über das, das du dir gewünscht hättest. Ein Hund, der jedes vorbeifahrende Rad anbellt, wird in einem Raum voller fremder Hunde nicht entspannt, nur weil die Fotos auf der Website gut sind.

Eine Pension passt meistens zu einem Hund, der

  • andere Hunde wirklich mag, nicht nur im Park auf Abstand duldet.
  • sich von Neuem schnell erholt. Fremde Orte machen ihn neugierig, nicht flach.
  • auswärts normal frisst. Zwei Tage Futterverweigerung sind ein echtes Problem.
  • gesund und vollständig geimpft ist, ohne komplizierten Medikamentenplan.
  • es schon einmal gemacht hat und gut heimgekommen ist, der stärkste Hinweis, den du bekommst.

Ein Sitter zu Hause passt meistens zu einem Hund, der

  • ängstlich, reaktiv oder frisch eingezogen ist. Sein ganzes Sicherheitsgefühl hängt an dieser Adresse.
  • alt, steif, taub oder sehschwach ist. Die vertraute Wohnung ist keine Sentimentalität, sondern Orientierung.
  • Medikamente nach Plan braucht oder eine Erkrankung hat, die beobachtet werden muss.
  • mit Lärm schlecht klarkommt. Pensionen sind auf eine Art laut, die man bei einer Besichtigung am Nachmittag nicht mitbekommt.
  • mit anderen Tieren zusammenlebt, besonders wenn eine Katze ohnehin zu Hause bleibt.

Ein Hund, der gerade erst eingezogen ist, verdient eine Extranotiz. In den ersten Monaten nach einer Adoption ist ein Sitter zu Hause fast immer die freundlichere Entscheidung, aus den Gründen, die in einen Hund aus dem Tierschutz aufnehmen stehen. Die Bindung entsteht gerade erst, und ein plötzlicher Aufenthalt woanders kann Wochen stiller Fortschritte zurückwerfen.

Fragen, die sich vor der Buchung lohnen

Gute Anbieter freuen sich über diese Fragen. Wer genervt reagiert, hat dir bereits etwas Nützliches gesagt.

  1. 1Wer ist nachts vor Ort und wo schläft diese Person? Frag das in der Pension genauso wie beim Sitter. Die Antworten unterscheiden sich stärker, als man denkt.
  2. 2Wie viele Hunde, und wie werden sie zusammengestellt? Gruppenspiel ist nicht automatisch gut. Frag, wie entschieden wird, wer mit wem läuft, und was mit einem Hund passiert, der lieber nicht möchte.
  3. 3Wie sieht ein normaler Tag aus, Stunde für Stunde? Füttern, Gassi, Ruhe, Menschenkontakt. Vage Antworten sind das Warnsignal.
  4. 4Wie ist der Tierarztplan? Welche Praxis, wer entscheidet über eine Behandlung, was passiert, wenn ihr im Flugzeug nicht erreichbar seid.
  5. 5Darf ich sehen, wo mein Hund tatsächlich schläft? Nicht den Empfang. Den Raum.
  6. 6Wie und wie oft bekomme ich Nachricht? Legt das Format jetzt fest, damit ihr später nicht nachfragen müsst.

Klärt außerdem Versicherung und Haftung. Eine Hundehaftpflicht ist in einigen Bundesländern ohnehin Pflicht, und es gehört zum guten Ton, vorher zu wissen, wessen Versicherung greift, wenn während der Betreuung etwas passiert.

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Der Probelauf, den fast alle auslassen

Bucht vor der eigentlichen Reise eine einzelne Nacht oder einen langen Tag. Das ist die wirksamste Maßnahme in diesem ganzen Text und die, die am häufigsten übersprungen wird, weil sie umständlich wirkt.

  • Du siehst, wie dein Hund reagiert, wenn ein Abbruch noch möglich ist.
  • Der Betreuer lernt eure Eigenheiten kennen, bevor es darauf ankommt.
  • Ihr merkt, was in der Tasche fehlt. Immer fehlt etwas.
  • Dein Hund lernt, dass du zurückkommst. Das ist der eigentliche Punkt.

Was in die Tasche gehört

  • Gewohntes Futter in abgemessenen Portionen, lieber etwas zu viel als zu wenig.
  • Medikamente mit schriftlichem Plan, nicht nur mündlich erklärt.
  • Impfpass, Chipnummer, Tierarztkontakt und eure Erreichbarkeit im Ausland.
  • Etwas mit Heimatgeruch: eine ungewaschene Decke oder ein getragenes T Shirt.
  • Leine, Geschirr, Napf, Handtuch und ein Spielzeug, das er wirklich mag.

Der Abschied selbst

Kurz und langweilig. Ein langer, emotionaler Abschied sagt deinem Hund, dass etwas Bedeutendes und Beängstigendes passiert. Leine übergeben, denselben Satz sagen wie beim Gehen zur Arbeit, gehen. Die meisten Hunde beruhigen sich innerhalb von zwanzig Minuten, nachdem die aufgeregte Person den Raum verlassen hat.

Ruhe für dich, während du weg bist

Das Schwerste an einer Reise ist die Lücke zwischen zwei Nachrichten. Klärt vorher, was ihr erwartet, einigt euch auf ein Foto oder eine kurze Nachricht pro Tag, und lasst es dann wirklich los. Ständiges Nachschauen macht den Urlaub schlechter, ohne den Hund sicherer zu machen.

Eine Familien App hilft hier eher bei den Menschen als beim Tier. Wenn ein Sitter in eurer Wohnung wohnt und bereit ist, für die Woche Teil einer Absprache zu sein, sagt euch eine Ortsbenachrichtigung beim Ankommen und Gehen, dass die Besuche stattfinden, ohne dass ihr am vierten Tag peinlich nachfragen müsst. Reist ihr als Familie, könnt ihr euch am Flughafen oder auf einem Markt trennen, ohne stündlich einen Treffpunkt auszumachen. Be Closer ist kostenlos, wird in 13 Sprachen genutzt und erreicht eine Genauigkeit von bis zu 95 Prozent.

Falls dein Hund verschwindet

  • Handle in der ersten Stunde. Geschwindigkeit zählt mehr als alles andere.
  • Der Sitter muss den Plan auch kennen, inklusive Tierarzt, Chipnummer und Nachbarn, bei denen man klingelt.
  • Melde es lokal und konkret, mit einem aktuellen Foto, und denk an die Meldung beim Haustierregister.
  • Folge einer Reihenfolge, statt planlos herumzufahren. Unsere steht in die ersten 24 Stunden, wenn ein Tier verschwindet.

Die Heimkehr

Rechne mit einem seltsamen ersten Abend, egal welche Lösung ihr gewählt habt. Manche Hunde kleben, manche ignorieren dich demonstrativ eine Stunde lang, manche schlafen anderthalb Tage. Hunde aus der Pension kommen oft müde und durstig heim, was nach Tagen voller Reize normal ist. Achte auf alles, was länger als zwei Tage bleibt: nicht fressen, humpeln, Husten, verändertes Geschäft oder neue Ängstlichkeit. Das gehört zum Tierarzt und nicht ins Abwarten.

Danach macht Notizen für das nächste Mal. Was gut lief, was ihr ändern würdet, was ihr vergessen habt. Familien, die regelmäßig reisen, bleiben meist jahrelang bei einer Lösung, und die zweite Reise ist immer leichter als die erste. Wer noch grundsätzlich überlegt, findet in ist eure Familie bereit für einen Hund einen ehrlichen Einstieg.

Der Spaniel kam übrigens bei einer Betreuung im Privathaushalt unter, zusammen mit einem zweiten Spaniel, und war bei der Rückkehr so zufrieden mit sich, dass meine Nachbarin leicht beleidigt war. Genau dieses Ergebnis ist das Ziel.

Die Fragen,

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be Closer
Priya Nair
Aging Parents, Pets & Family Life

Priya writes about the family members we care for at every age, parents living alone, dogs that bolt at squirrels, and the quiet worry in between. She writes the way she checks in: gently, and always dignity first.

Our guides are written by Be Closer's editorial voices and reviewed by the team behind the app. Questions? support@becloser.com

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