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Alle RatgeberEine Familie packt Taschen und ein Hundekörbchen in den geöffneten Kofferraum, während ihr Hund daneben sitztPets

Mit dem Hund verreisen: ein ruhiger Roadtrip-Ratgeber für die Familie

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be CloserPriya Nair 9 Min. Lesezeit

Nimm deinen Hund nur mit, wenn er das Autofahren gut verträgt und euer Ziel Hunde willkommen heißt. Packt seine Routine ein, sichert ihn im Auto ordentlich, und behandelt jeden Rastplatz als den riskantesten Moment: Leine dran, bevor eine Tür aufgeht. Haltet Adressanhänger und Mikrochip aktuell, und erwägt einen GPS-Tracker am Halsband für die Reise.

Beim ersten Familien-Roadtrip mit Keks war ich sehr stolz auf mein Packen. Sein Körbchen, seine Näpfe, drei Sorten Leckerlis, ein Handtuch für matschige Pfoten. Zwei Stunden später hielten wir an einem belebten Autobahnrastplatz an, und ich öffnete den Kofferraum, bevor jemand die Leine angeklickt hatte.

Er war im Nu draußen, hocherfreut, direkt Richtung Parkplatz. Mein Sohn packte sein Halsband nur mit purem Glück. Ich saß danach zitternd am Steuer, mit einer sorgsam gepackten Tüte Leckerlis und einer Regel, die ich mir vorher nie überlegt hatte.

Roadtrips mit Hund können wunderbar sein. Sie können auch der Moment sein, in dem aus einem ruhigen Hund ein verlorener wird, an einem Ort, an dem niemand seinen Namen kennt. Dieser Ratgeber deckt ab, ob der Hund mitkommen sollte, wie das Auto eingerichtet wird, die wichtigste Regel für Rastplätze und die Eingewöhnung am Ziel.

Zunächst: sollte der Hund überhaupt mitkommen?

Den Hund mitzunehmen fühlt sich liebevoll an, und oft ist es das auch. Aber manche Hunde sind zu Hause bei einer vertrauten Sitterin oder einem Gassi-Service wirklich glücklicher. Sei ehrlich zu deinem Hund und zur Reise, bevor du entscheidest.

  • Wie kommt er mit dem Auto zurecht? Kurze Probefahrten zeigen es. Sabbern, Hecheln oder Zittern sprechen dafür, vorher mit der Tierarztpraxis zu sprechen.
  • Ist das Reiseziel hundefreundlich? Unterkunft, Strände, Wanderwege und geplante Restaurants prüfen.
  • Wird er allein gelassen? Ein Hund allein in einem fremden Raum gerät leichter in Panik, bellt oder versucht zu flüchten.
  • Wie ist das Wetter? Hitze ist im Auto und bei langen Spaziergängen gefährlich.
  • Gesundheit und Alter. Ältere Hunde und solche mit gesundheitlichen Einschränkungen tun sich mit langen Fahrten oft schwer.

Ist zu Hause bleiben die bessere Wahl, sind eine vertraute Sitterin oder eine gute Tierpension eine liebevolle Entscheidung, kein Versagen. Kommt der Hund mit, geht es hier weiter.

Packt die Routine ein, nicht nur Sachen

Hunde finden Veränderung beunruhigend, und ein Roadtrip ist nichts als Veränderung. Das Beruhigendste, was du einpacken kannst, ist Vertrautheit: das Futter von zu Hause, das Körbchen, das nach der Wohnung riecht, und der gewohnte Tagesrhythmus.

Die Reisetasche für den Hund

  • Sein gewohntes Futter, plus ein paar Tage extra. Plötzliche Umstellungen können den Magen belasten.
  • Wasser und ein Reisenapf. Bei jedem Halt kleine Mengen anbieten.
  • Eine Ersatzleine und ein Ersatzhalsband. Leinen reißen oder werden liegen gelassen.
  • Kotbeutel, Handtücher und Feuchttücher. Mehr als man denkt.
  • Sein Körbchen oder eine Decke. Sie wird überall zu einem Stück zu Hause.
  • Etwaige Medikamente, mit Anweisungen der Tierarztpraxis und unversehrtem Beipackzettel.
  • Impf- und Tierarztunterlagen. Manche Unterkünfte und Tierpensionen verlangen sie.
  • Ein aktuelles Foto auf dem Handy, falls es mal gebraucht wird.

Das Auto vorbereiten

Ein loser Hund im Auto ist ein Risiko für alle Insassen und eine Ablenkung für die Fahrerin oder den Fahrer. Die Vorschriften zur Sicherung von Tieren im Auto unterscheiden sich, also prüft die geltenden Regeln vor der Abfahrt. Egal was das Gesetz vorschreibt: Ein gesicherter Hund ist ein ruhigerer Hund.

  • Eine Sicherung wählen. Eine gut sitzende Transportbox, ein Kofferraumgitter oder ein crashgeprüftes Geschirr mit Sicherheitsgurt.
  • Vorher üben. Ein paar kurze Fahrten mit der gewählten Sicherung, die an einem schönen Ort enden, etwa im Park.
  • Kühl halten. Fenster abschatten, Luft zirkulieren lassen, und niemals allein im geparkten Auto lassen.
  • Keinen Kopf aus dem Fenster. Es wirkt fröhlich, kann aber ein Auge verletzen oder zum Verlust des Hundes führen.
  • Vor der Fahrt leicht füttern. Eine kleinere Mahlzeit einige Stunden vorher hilft gegen Reisekrankheit.

Rastplätze: der riskanteste Moment der Reise

Die langen Fahrstrecken sind selten das Problem. Es sind die Stopps. Der Hund ist steif, aufgeregt und umgeben von neuen Gerüchen. Türen gehen auf, Kinder strecken sich, und niemand ist richtig aufmerksam. Ein Parkplatz an einer viel befahrenen Straße ist der schlimmste Ort der Welt, an dem ein Hund ausbüchsen kann.

Leine dran, bevor eine Tür aufgeht. Bei jedem Halt, jedes Mal, ohne Ausnahme.
  1. 1Weit weg vom Eingang und von der Straße parken, wo es ruhiger ist.
  2. 2Erst mal alle im Auto bleiben. Niemand öffnet seine Tür, bevor der Hund gesichert ist.
  3. 3Eine erwachsene Person klickt die Leine im Auto an. Erst dann geht die Hundetür oder der Kofferraum auf.
  4. 4Zu einer Grünfläche gehen, abseits vom Verkehr. Wasser und eine Pause anbieten.
  5. 5Wieder rein, gesichert, dann Leine ab. In umgekehrter Reihenfolge, mit geschlossener Tür.

Macht daraus eine Familienregel und sagt sie beim ersten Halt laut. Selbst kleine Kinder lernen „Leine vor Tür“. Ist dein Hund schon einmal bei einem Spaziergang entwischt, erklärt Hund beim Spaziergang weggelaufen: Ein ruhiger Plan für die erste Stunde, was in den ersten Sekunden zu tun ist.

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Kinder und Hund gemeinsam entspannt halten

Lange Fahrten strapazieren jede Geduld, und Kinder und Hund können sich auf engem Raum gegenseitig aufziehen. Ein bisschen Planung hält die Rückbank friedlich und sorgt dafür, dass auch der Hund zur Ruhe kommt.

  • Dem Hund eine Ruhezone geben. Kinder sollten nicht in die Box greifen oder über das Kofferraumgitter spielen.
  • Aufgaben verteilen. Ein Kind ist für Wasser bei Stopps zuständig, ein anderes für Kotbeutel. Verantwortung macht aus Unruhe Hilfsbereitschaft.
  • Eine ruhige Stimme vereinbaren. Kreischen und plötzliche Geräusche stressen Hunde in einem geschlossenen Auto.
  • Hundefreundliche Pausen planen. Ein richtiger Spaziergang im Park auf halber Strecke ist besser als drei hastige Stopps auf Parkplätzen.
  • Den Hund schlafen lassen. Ein dösender Hund ist ein glücklicher Reisender. Der Versuchung widerstehen, ihn für Fotos zu wecken.

Kinder, die bei der Versorgung des Hundes mithelfen, achten auf einer Reise auch mehr auf die Türen. Wenn mein Sohn bei jedem Halt die Leine hält, nimmt er die Regel persönlich, und der Rest von uns hält sich daran.

An einem neuen Ort ankommen

Unbekannte Orte sind dort, wo Hunde verloren gehen. Sie kennen den Weg zurück nicht, die Gerüche sind fremd, und sie versuchen vielleicht, einen Ort zu finden, der sich richtig anfühlt. Die erste Stunde nach der Ankunft verdient ein kleines Ritual.

  • Zuerst den Raum prüfen. Garten oder Zimmer auf Lücken, niedrige Zäune und Türen absuchen, die nicht richtig schließen.
  • Für die erste Erkundung Leine dran. Alles in Ruhe beschnuppern lassen, dabei angeleint an dir.
  • Seine Ecke einrichten. Körbchen, Näpfe und ein vertrautes Spielzeug an einem ruhigen Platz.
  • Bei der Routine bleiben. Mahlzeiten und Spaziergänge zur gewohnten Zeit helfen beim Eingewöhnen.
  • Auf die Türen achten. Neue Orte bringen neue Gewohnheiten mit sich. Alle daran erinnern, Türen hinter sich zu schließen.

Ein Umzug bringt viele ähnliche Herausforderungen mit sich, und Umzug mit Haustieren: Warum die ersten zwei Wochen die kritischsten sind hat weitere Tipps, wie sich ein Hund an einem neuen Ort einlebt.

Adressanhänger, Mikrochip und ein Tracker für die Reise

Prüft vor der Abreise, ob der Adressanhänger eures Hundes eure aktuelle Handynummer trägt und ob die Mikrochip-Datenbank eure aktuellen Angaben enthält. Ein Mikrochip ist unverzichtbar, hilft aber erst, sobald jemand euren Hund findet und einscannen lässt. Er kann nicht sagen, wo er gerade ist.

Genau dafür verdient sich ein GPS-Tracker am Halsband seinen Platz auf einer Reise. Mit der Tiermarke von Be Closer erscheint euer Hund auf eurer Familienkarte, sodass ihr, falls er an einem Rastplatz oder einem Ferienhaus entwischt, dorthin gehen könnt, wo er tatsächlich ist. Der Unterschied wird in Mikrochip oder GPS-Tracker? Was beides für dein Tier wirklich leistet erklärt, und die meisten Familien nutzen beides.

Die ehrlichen Grenzen

  • Die Genauigkeit schwankt. Die Standortbestimmung ist unter guten Bedingungen bis zu 95 % genau, drinnen, im Wald oder zwischen Gebäuden weniger präzise.
  • Aufladen. Ein leerer Tracker hilft nicht. Vor der Abreise über Nacht aufladen.
  • Er unterstützt, ersetzt aber nie gute Gewohnheiten. Die Leinenregel verhindert das Entkommen. Der Tracker hilft, wenn es trotzdem passiert.

Die Be Closer App steht kostenlos zum Download bereit und hält 4,4 Sterne bei über 150.000 Bewertungen im App Store und bei Google Play. Passiert doch das Schlimmste, geht Haustier vermisst? Der Stundenplan für die ersten 24 Stunden genau durch, was zu tun ist.

Die ruhige Version der Reise

Unsere Roadtrips sehen heute anders aus. Keks fährt in seinem Geschirr mit seiner Decke. Bei jedem Stopp sagt jemand „Leine vor Tür“, meist mein Jüngster, mit großer Autorität. Wir kommen an, gehen den Garten ab, richten seine Ecke ein und packen erst danach den Rest des Autos aus. Ein Urlaub an der Nordsee mit langen Strandspaziergängen läuft inzwischen genauso entspannt ab.

Eine ruhige Reise besteht meist aus ein paar kleinen, wiederholten Gewohnheiten. Plant sie vor der Abfahrt, und die ganze Familie, Hund inklusive, kann die Fahrt genießen.

Die Fragen,

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be Closer
Priya Nair
Aging Parents, Pets & Family Life

Priya writes about the family members we care for at every age, parents living alone, dogs that bolt at squirrels, and the quiet worry in between. She writes the way she checks in: gently, and always dignity first.

Our guides are written by Be Closer's editorial voices and reviewed by the team behind the app. Questions? support@becloser.com

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