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Mikrochip oder GPS-Tracker? Was beides für dein Tier wirklich leistet

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be CloserPriya Nair 9 Min. Lesezeit

Ein Mikrochip ist ein dauerhafter Ausweis, der erst wirkt, wenn jemand mit Lesegerät dein Tier schon gefunden hat, meistens in einer Tierarztpraxis oder im Tierheim. Ein GPS-Tracker am Halsband hilft dir, selbst zu suchen, braucht dafür aber Akku und Empfang. Sie lösen zwei Hälften desselben Problems, deshalb landen die meisten Familien bei beidem.

Die Frage kommt immer in derselben leicht hoffnungsvollen Form. "Er ist gechippt, dann kriegen wir ihn doch wieder, oder?" Und die Antwort ist ja, wahrscheinlich, irgendwann, falls ihn jemand einfängt und irgendwohin bringt, wo ein Lesegerät liegt.

In diesem Satz stecken viele Bedingungen. Keine davon ist ein Grund, auf den Chip zu verzichten, der zum Besten gehört, was du für ein Tier tun kannst. Aber sie sind ein Grund, sich klarzumachen, wofür ein Chip da ist. Denn der Abstand zwischen dem, was Leute glauben, und dem, was er tatsächlich tut, zeigt sich ausgerechnet in der schlimmsten Nacht des Jahres, meistens im Regen.

Also hier die nüchterne Fassung beider Technologien: was jede wirklich liefert, wo jede scheitert und wie man über die Kombination nachdenkt.

Was ein Mikrochip tatsächlich ist

Ein Mikrochip ist ein winziger passiver Transponder, etwa so groß wie ein Reiskorn, den die Tierarztpraxis zwischen den Schulterblättern unter die Haut setzt. Er hat keine Batterie, kein GPS und keine Möglichkeit, von selbst zu senden. Er liegt das ganze Tierleben lang reglos da.

Wenn ein Handlesegerät darüber gehalten wird, versorgt dessen Funkfeld den Chip gerade lange genug, dass er eine einzige Sache zurückgibt: eine Nummer. Diese Nummer wird in einem Haustierregister nachgeschlagen, in dem deine Kontaktdaten liegen. Der Chip speichert weder Namen noch Adresse noch die Krankengeschichte. Er speichert eine Nummer, die auf einen Eintrag zeigt.

Was dir ein Mikrochip bringt

  • Eine dauerhafte Kennung, die nicht abfallen, verblassen oder wie eine Marke am Halsband verlorengehen kann
  • Einen Nachweis, wem das Tier gehört, was öfter wichtig wird, als man denkt
  • Einen Weg nach Hause aus jeder Praxis, jedem Tierheim und jeder Auffangstation, die scannt
  • Keine Batterie, kein Laden, keine Wartung, nach der Registrierung keine laufenden Kosten
  • Die Erfüllung von Kennzeichnungspflichten, wobei die Regeln je nach Land und Region unterschiedlich sind, also lieber vor Ort nachfragen

Das Wichtigste am Mikrochip ist zugleich das, was am häufigsten vergessen wird: der Registereintrag muss aktuell sein. Ein Chip, der auf eine Nummer aus einem alten Vertrag und eine Wohnung von vor vier Jahren registriert ist, ist ein Chip, der nichts tut. Wenn du nicht mehr weißt, wann du das zuletzt geprüft hast, ist das die kleine Aufgabe für heute.

Wo Mikrochips aufhören zu helfen

Das ist keine Kritik an der Technik. Sie tut genau das, wofür sie gebaut wurde. Das Problem ist die Annahme, sie tue noch etwas anderes.

  • Er ist passiv. Er kann dir nicht sagen, wo dein Tier ist, war oder hinläuft. Er spricht nur, wenn er gescannt wird.
  • Jemand anderes muss zuerst handeln. Ein Chip wird erst gelesen, nachdem ein Mensch dein Tier eingefangen und zur Praxis oder ins Tierheim gebracht hat. Eine Katze, die zwei Straßen weiter unter einer Hecke sitzt, ist per Chip nicht auffindbar.
  • Die Reichweite beträgt Zentimeter. Du kannst nicht mit einem Lesegerät durch den Park laufen. Es muss direkt an das Tier gehalten werden.
  • Daten veralten. Umzug, neue Rufnummer, Weitervermittlung: jedes davon reißt die Verbindung, und niemand erinnert dich daran.
  • Registrierungen können auseinanderlaufen. Manche Tiere sind an einer Stelle gechippt und in einem Register eingetragen, von dem die neuen Halter nie erfahren.

In der Praxis heißt das: Der Chip ist dein Netz für den guten Ausgang, bei dem du nicht dabei warst. Er ist der Grund, warum aus der Entscheidung einer freundlichen fremden Person, deinen Hund zum Tierarzt zu bringen, ein Anruf wird und keine Weitervermittlung.

Was ein GPS-Tracker tatsächlich ist

Ein GPS-Tracker fürs Tier ist ein kleines Gerät mit eigener Stromversorgung am Halsband. Es bestimmt seine Position über Satelliten und schickt sie dann über das Mobilfunknetz an dein Handy. Die zweite Hälfte ist der entscheidende Teil: ein Tracker ist ein kleiner Sender mit Akku, kein passiver Anhänger.

Deshalb kann er das, was ein Chip nicht kann. Live-Standort. Eine Spur, wo das Tier gewesen ist. Eine Meldung, wenn es den Garten verlässt. Eine Richtung, in die du um elf Uhr abends losgehen kannst, statt zu hoffen, dass jemand anruft.

Was dir ein GPS-Tracker bringt

  • Eine Position, mit der du sofort etwas anfangen kannst, ohne auf jemanden zu warten
  • Bewegungsverlauf, an dem du siehst, ob dein Tier seine übliche Runde dreht oder wirklich verloren ist
  • Bereichswarnungen für Garten oder Grundstueck, praktisch bei bekannten Ausbrechern
  • Ruhe bei einer Katze mit großem Revier oder einem Hund, der an Silvester losrennt
  • Etwas, das du der Nachbarin zeigen kannst, damit zwei Leute in zwei Richtungen suchen

Der Be Closer Pet-Tracker liegt auf derselben Familienkarte wie alle anderen, der Hund ist also keine zusätzliche App, an die man denken muss. Be Closer hat 4,4 Sterne aus über 150.000 Bewertungen im App Store und bei Google Play und ist kostenlos ladbar, ihr könnt die Familienseite also schon einrichten, bevor die Hardware überhaupt da ist.

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Wo GPS-Tracker aufhören zu helfen

Ein Tracker ist ein Gerät mit Ansprüchen, und Geräte mit Ansprüchen lassen dich genau im falschen Moment im Stich, wenn du so tust, als hätten sie keine.

  1. 1Akku. Jeder Tracker will geladen werden, je nach Gerät und Meldeintervall alle paar Tage bis alle zwei Wochen. Ein leerer Tracker ist ein Stueck Plastik.
  2. 2Empfang. Das Gerät braucht Mobilfunk, um seine Position zu senden. Dünn besiedelte Gegenden, dichter Wald und enge Täler sind genau die Orte mit Funklöchern, und genau die Orte, die Hunde lieben.
  3. 3Er sitzt am Halsband, nicht im Tier. Halsbänder gehen ab. Oft ist das Absicht, denn Sicherheitsverschlüsse für Katzen gibt es aus sehr guten Gründen.
  4. 4Genauigkeit hat Grenzen. Auch bei guten Bedingungen bekommst du einen starken Hinweis, keinen Punkt auf einem bestimmten Busch. Be Closer nennt bis zu 95 Prozent Genauigkeit, und dieses obere Ende setzt freien Himmel voraus.
  5. 5Meistens kostet er laufend etwas. Ein Gerät mit eigener Mobilfunkverbindung braucht in der Regel einen Tarif.
Ein Mikrochip kann nicht versagen, weil er nichts tut. Ein Tracker kann versagen, weil er sehr viel tut.

Was brauchst du also?

Beides, und in dieser Reihenfolge. Erst der Chip, immer. Er ist eine einmalige Sache, günstig, oft ohnehin erwartet, und er ist die Schicht, die alles überlebt: ein verlorenes Halsband, einen leeren Akku, ein totes Handy, ein Jahrzehnt.

Danach kommt der Tracker dazu, wenn Leben oder Charakter deines Tieres die erste Stunde wichtig machen. Ehrlich gesagt profitieren vor allem diese:

  • Ein Hund, der losrennt. Silvesterböller, Rehe, ein Motorrad, ein offenes Tor. Wer schon einmal so einen Abend hatte, weiß, was ein Tracker beim nächsten Mal ändert. Passend dazu: warum Hunde ausbüchsen und was wirklich hilft.
  • Eine Freigängerkatze mit großem Revier. Katzen verschwinden ständig in eigenen Angelegenheiten, und zu wissen, dass sie in der üblichen Hecke sitzt, ist viele nicht durchwachte Nächte wert. Siehe Katzen, die ihre eigenen Wege gehen.
  • Wohnen auf dem Land oder am Waldrand. Größere Entfernungen, schwierigere Suche, weniger Menschen, die zufällig vorbeikommen.
  • Ein neues Tier, das die Gegend noch lernt. Besonders in den ersten Wochen nach einer Vermittlung oder einem Umzug.
  • Alle, die ein Tier schon einmal verloren haben. Du weißt selbst, ob du dazugehörst.
FrageMikrochipGPS-Tracker
Wer bin ich?Ja, das ist seine AufgabeNein
Wo bin ich gerade?NeinJa, mit Empfang
Braucht Strom?Nein, nieJa, regelmäßig laden
Fällt ab?Nein, sitzt unter der HautMöglich, sitzt am Halsband
Hilft in der ersten StundeSeltenGenau dafür gemacht

Und wenn heute Abend gerade der Ernstfall ist: Haustier vermisst, die ersten 24 Stunden ist die Liste, die du dann brauchst, in der Reihenfolge, in der sie hilft.

Die Fragen,

Portrait of Priya Nair, who writes about aging parents, pets and family life for Be Closer
Priya Nair
Aging Parents, Pets & Family Life

Priya writes about the family members we care for at every age, parents living alone, dogs that bolt at squirrels, and the quiet worry in between. She writes the way she checks in: gently, and always dignity first.

Our guides are written by Be Closer's editorial voices and reviewed by the team behind the app. Questions? support@becloser.com

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